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Wienfluss-Hochwasser: Lange nicht mehr bedrohlich

Das Wiental-Hochwasser in den letzten Tagen mag teilweise beeindruckend wirken, ist aber längst nicht so bedrohlich wie früher.

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Allein dieses Hochwasser im Jahr 1975 (links noch die alte Stadtbahn) stellte für Penzing keine Bedrohung mehr dar…

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… auch wenn die Stadtbahn flussabwärts nur mehr knapp über den Fluten fuhr.

Auch im Jahr 1997 schwoll der Wienfluss bedrohlich an, doch die Regulierung hielt stand.

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Ganz anders sah es bei den verheerenden Überschwemmungen bis ins Jahr 1899 aus, als der Wienfluss alle paar Jahre über die Ufer trat und verheerende Schäden verursachte, zahllose Opfer forderte.

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Erst durch die Wienfluss-Regulierung um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert (hier bei der gerade in Bau befindlichen Secession) konnte die Gefahr gebannt werden. Auch wenn die Anlagen auf ein hundertjähriges Hochwasser vorbereitet sind, so können sie bei stärkeren Hochwasserereignissen keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Penzing ist sicher – eine Garantie vor Hochwasser ist in Zeiten des Klimawandels aber auf Dauer nicht gegeben.

Und so erinnert das Hochwasser der letzten Tage im Vergleich zu früher dann doch eher an ein gemütliches Rinnsaal als an bedrohliche Wassermassen.

Und so mancher hat in den Fluten sogar noch seinen Spaß. Hoffen wir, dass es auf Dauer so harmlos bleibt…

Spatenstich für Fortsetzung des Wiental-Radwegs

17. April 2010 1 Kommentar

Es ist eine Neverending Story: Der Wiental-Radweg von Auhof bis in die Innenstadt. Von der regierenden SPÖ in den diversen Wahlprogrammen versprochen, wurde er bis heute nicht komplett umgesetzt. Nur vor den Wiener Wahlen wird jeweils ein kleines Stück weitergebaut. Zuerst war es das Stück bis Hütteldorf, jetzt wird bis zur Kennedybrücke weitergebaut. Der entsprechende Spatenstich wurde als „Rot-Grünes“ Projekt am Freitag gesetzt – allerdings mehr symbolisch. Denn wegen des Hochwassers kann derzeit nicht mit den Arbeiten begonnen werden.

Wird der Radweg eines Tages durchgehend von Auhof bis in die Innenstadt führen, wird er nicht nur ein wesentlicher Anreiz sein, um auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad umzusteigen, sondern kann auch Teil eines umweltnahen Erholungsraums sein, wie diese Fotomontage zeigt.

Doch bis dahin muss noch viel geschehen. Denn der derzeitige Wiental-Radweg ist lediglich ein schmaler Betonstreifen entlang der Wien – ohne besonderen Anreiz für Freizeitvergnügen, ohne echte Renaturierung. Und wegen der fehlenden Planung kritisiert der Wiener Rechnungshof das Projekt massiv.

Der Wiental-Radweg ist eine große Chance: Bleibt zu hoffen, dass er bald komplett und begleitet von entsprechender Renaturierung umgesetzt wird.

Photomontage Wiental Radweg (c) Gerhard W. Loub

Prestigeprojekt: Luxusradweg im Wienflussbett « DiePresse.com.

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